Nun müssen sogar die Nigerianer helfen, die derzeitigen Haushaltsnöte von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zu lindern. Um von den Deutschen einen Schuldenerlass in Höhe von 470 Millionen Euro zu bekommen, musste sich das afrikanische Land verpflichten, die verbleibende Restschuld bis Mai zu tilgen. In Steinbrücks Budget für 2006 schlagen diese Einnahmen immerhin mit 1,85 Milliarden Euro zu Buche. Die nigerianischen Rückzahlungen sind in dem Etatposten Sonstige Einnahmen enthalten, der mit insgesamt 30,9 Milliarden Euro veranschlagt ist. Dazu zählen neben den Tilgungen ausstehender Kredite auch Privatisierungserlöse, die mit 6,6 Milliarden Euro kalkuliert sind, sowie Münzeinnahmen, die Lkw-Maut und nicht zuletzt der Bundesbankgewinn, der nach zwei mageren Jahren wieder kräftiger sprudeln soll. Steinbrück hofft, dass die Bundesbank in diesem Jahr 3 Milliarden Euro an den Bund überweist - nach 676 Millionen Euro im vergangenen Jahr und nur 248 Millionen 2004.