Nein, ich werde Ihr Blatt nicht sofort wieder abbestellen. Nur weil Sie ein Interview bringen, dessen Gedanke (Einzahl) sich so zusammenfassen lässt: Die Leute reden ziemlich viel Scheiße heutzutage. Wer das rauskriegt, darf sich einen analytischen Philosophen nennen - und selber ab sofort jede Menge Bullshit reden, denn das ist herrlich selbstironisch. Apropos: Der Titel der deutschen Ausgabe bleibt beim englischen Kot, aber leider wohl nur, damit man den Dünnschiss (73 Seiten, 8 Euro) nicht riecht.

Und Georg Diez, der Interviewer? Er hält das im Ernst für ein Fachwort. Hier seine ersten fünf Fragen: Hat es heute schon jemand mit Bullshit versucht?

Was war daran Bullshit?

Im Alltag nehmen Sie Bullshit hin?

Princeton ist ein Ort ohne Bullshit? Und dann als Krönung, Frage sechs, inklusive Antwort des Philosophen:

Was bedeutet Bullshit genau?

Frankfurt: Es ist ein sehr vielschichtiges und auf jeden Fall kein höfliches Wort. Es ist kraftvoll und vulgär.