Dermaßen beschäftigt mit den Tücken der Technik, geraten die Interessen der Patienten ins Hintertreffen. Wie und wann können sie ihre Daten überhaupt lesen, sperren und löschen, und zwar unabhängig vom Arzt oder Apotheker? Vorgesehen sind Patienten-Kioske, die Geldautomaten gleichen und von denen aus jeder seine Daten verwalten kann. Wo aber sollen die stehen? Schließlich muss es möglich sein, die ganz persönlichen Informationen unbeobachtet lesen zu können. Gedacht ist deshalb daran, dass die Patienten auch vom heimischen PC aus auf ihre Daten zugreifen. Nur: Wer vermag da noch Sicherheit zu garantieren, wenn Viren, Würmer und Schnüffel-Software – oft unbemerkt – in den Rechnern schlummern? Keine Frage: Spezielles Equipment muss her. Doch an diesen Lösungen werde erst noch gearbeitet, wissen Insider. Konkretes sei dabei noch nicht herausgekommen. Kein gutes Omen für die Rechte der Patienten. Nur eines dürfen sie auf jeden Fall: zahlen. Und zwar für das gesamte Projekt. Das ist so ziemlich das Einzige, was bislang ganz sicher ist.