Seit 17 Jahren sitzt Werner Ferrari im Gefängnis. Der Fall des zu lebenslanger Haft verurteilten Kindermörders erregte in den achtziger Jahren die Schweizer Gemüter. In der ZEIT Nr. 31/02 schilderte Urs Willmann, wie der Publizist Peter Holenstein Fehler in der Beweisführung aufgedeckt hatte. Ein Jahr später hob das Aargauer Obergericht das Urteil in einem der fünf Mordfälle auf - ein Schamhaar auf der Leiche stammte nicht von Ferrari. Nun wurde in einem Gutachten festgestellt, dass die Bisswunde auf dem Körper eines weiteren Opfers nicht von Ferrari ist. Holenstein lieferte den Behörden auch den mutmaßlich richtigen Mörder - dieser hat 1983 Selbstmord begangen.

Nun dürfte der gesamte Prozess gegen Ferrari neu aufgerollt werden.