Der Londoner Bürgermeister Ken Livingston nimmt es als streitbarer Mann jetzt mit den diplomatischen Corps in der britischen Hauptstadt auf. Die meisten Botschaften weigern sich nämlich, die Londoner Straßenmaut zu bezahlen. Die USA schulden der Stadt rund 270 000 Pfund, Angola rund eine halbe Million Pfund. Auch die deutsche Vertretung gehört zu den Nichtzahlern. Solche Gebühren gelten als Steuern, und nach dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen von 1961 sind Botschaften davon ausgenommen, erklärt ein Sprecher der Botschaft. Wirklich ernst wird es für die Deutschen, wenn die Mautzone ausgedehnt und die Botschaft mit eingeschlossen wird. Dann wird Deutschland vielleicht zum Schurkenstaat erklärt - zumindest von Ken Livingston.