Aus Liebe zum Spiel rinnen seit Sonntag die Schweißperlen - und die Männertränen in einem Werbespot. Die bundesweite Vermarktung des Bezahlfernsehens Arena hat begonnen. Die Tochtergesellschaft des TV-Kabel-Betreibers Unity Media aus Köln hatte vor wenigen Monaten die TV-Übertragungsrechte für die Erste Fußball-Bundesliga im Bezahlfernsehen für die Jahre 2006 bis 2009 erworben. Noch aber können längst nicht alle Zuschauer, die den Sender für 14,90 Euro im Monat abonnieren wollen, diesen auch empfangen. Nur in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg ist Arena im Kabel flächendeckend verfügbar. Demgegenüber fehlt ein Vertrag mit der Kabel Deutschland, die über Netze in 13 Bundesländern verfügt. Immerhin ist seit dem vergangenen Dienstag die Übertragung per Satellit klar. Genauso wichtig wie die Reichweite ist das Risiko durch die Deutsche Telekom. Diese hatte die Rechte für die Übertragung im Internet (IP-TV) von der Deutschen Fußball Liga (DFL) erworben und glaubt, die Bilder an den Bezahlsender Premiere verkaufen zu können, ohne die Buchstaben des Vertrags zu verletzen. Damit hätte Arena unerwartete Konkurrenz. Die DFL verhandelt noch, wie die Vertragslücke auszulegen ist. Das letzte Gespräch mit der Telekom fand vorige Woche statt. Man hat sich vertagt.