Die Fußballweltmeisterschaft war zumindest für die Autohändler in Deutschland kein Konjunkturprogramm. Im Gegenteil: Die Leute seien im Juni einfach nicht in die Läden gegangen, diagnostiziert der scheidende BMW-Chef Helmut Panke. Und das galt nicht nur für die potenziellen Käufer der bayerischen Marke. Gegenüber dem Juni vorigen Jahres blieben die in Flensburg registrierten Zulassungen neuer Personenwagen um 4,6 Prozent zurück. Nimmt man allerdings das erste Halbjahr insgesamt, dann kommt mit exakt 1735894 Pkw noch ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr heraus.

Interessant ist dabei das Comeback der italienischen Marken Fiat und Alfa Romeo, die – nach langer Bergabfahrt bei den Verkäufen – in diesem Jahr wieder um rund 40 Prozent zulegen konnten. Bei Alfa verkauft sich vor allem die seit einigen Monaten lieferbare Limousine Alfa 159 gut, bei Fiat zieht der neu aufgelegte Kleinwagen Grande Punto die Verkaufszahlen nach oben. Allerdings ist der Grande Punto mit gut 15.000 Exemplaren noch weit davon entfernt, es auch in die deutschen Top 15 zu schaffen.

Gut dabei ist auch die französische Marke Citroën, die dank neuer Modelle ihr Markengesicht wiedergefunden hat. Seine Marktführung ausbauen konnte der Volkswagen-Konzern: Neben der Stammmarke VW können sich die Wolfsburger vor allem über den Erfolg ihrer Tochter Škoda freuen.

Zu den Verlierern des ersten halben Jahres zählten unter den größeren Marken vor allem Smart, Renault und Volvo. Die Verlierer werden es schwer haben, im traditionell schwächeren zweiten Halbjahr den verlorenen Boden wiedergutzumachen.