Im Kampf um das schönste Motiv aus der Tiefsee reichte Fotograf David Forucci beim Unterwasserfotowettbewerb des 11. internationalen Deep-Sea Biology Symposium in Southampton das Porträt dieses blauäugigen Tieres ein. Es handelt sich um eine Laternenfischart aus der Familie der Myctophidea. In 2000 Meter Tiefe ging der Tiefseebewohner Wissenschaftlern bei einer Expedition des Forschungsschiffes RV Malcolm Baldrige vor der Küste Somalias ins Netz ( Nature, Bd. 442, S. 116). Ihren Namen verdanken Laternenfische ihrer Leuchtkraft. Wie viele Kreaturen der Tiefsee besitzen sie die Fähigkeit zur Biolumineszenz. Die Anordnung der Leuchtorgane entlang des Körpers weist je nach Art unterschiedliche Muster auf. Einige Laternenfische verfügen über ein besonders leistungsstarkes Leuchtorgan in der Nähe der Schwanzflosse. Ein trickreiches Abwehrsystem: Vor einer Flucht produzieren sie damit einen grellen Blitz und lassen den Angreifer geblendet zurück. Vermutlich spielt die Biolumineszenz auch als Erkennungsmerkmal bei der Paarung und zum Anlocken von Beute eine Rolle. Laternenfische gibt es in allen Ozeanen der Welt. Tagsüber verstecken sie sich in der Dunkelheit der Tiefsee vor Räubern. Bei Sonnenuntergang verlassen sie jedoch die nahrungsarmen Gefilde und begeben sich zum Zooplanktonfressen in die Nähe der Oberfläche. BILD