Friedrich Achleitner: und oder oder und

Paul Zsolnay Verlag, Wien 2006 - 104 S., 14,90

Friedrich Achleitner ist ein Meister der (sprach)philosophischen, leichthändigen Groteske, eremitierter Professor für Architekturgeschichte und eines der letzten lebenden Mitglieder der seligen Wiener Gruppe. In seinen neuen Kürzesttexten lebt der ewig junge, hirnerfrischende Nonsens der österreichischen Avantgarde, kommen Märchen, Pensionisten, Koffer, Ein- und Zweiarmige, Milchtrinker, alte Damen und verpasste Gelegenheiten zu Wort. Ironie, Melancholie, Übermut und kalkuliertes Understatement befinden sich in einem klassischen, altersweisen Mischungsverhältnis.

Friedrich Hahn:

wie gesagt neue zyklen

Passagen Verlag, Wien 2005 - 118 S., 14,90

Friedrich Hahn gehört zu den Erben der Wiener Schule. Seine Prosaminiaturen, Überraschungstexte, erotischen Episoden eines Unerotischen arbeiten ohne Netz und verzichten heldenhaft auf die erheiternde, entlarvende, entlastende Pointe der Vorväter. Die Folgen sind vermehrtes Auftreten von Absurdität, Vanitas und zweifelhaften Erfrischungsgetränken. Am Ende (des Lebens? des Textes? des Witzes?)