Elektrische Signale spielen nicht nur bei der Informationsverarbeitung im Nervensystem von Lebewesen eine wichtige Rolle. Dass in Zellen entstehende Elektrizität auch beim Heilen von Wunden mitwirkt, konnten Forscher aus Aberdeen nachweisen (Nature, Bd. 442, S. 457460). Die Wissenschaftler identifizierten zwei an der Wundheilung beteiligte Gene und fanden heraus, dass diese auf elektrische Felder reagieren, die natürlicherweise an Verletzungen zu messen sind. Durch äußere elektrische Reize konnten die Reparaturvorgänge in Tierzellen und Zellkulturen beeinflusst werden. Die Forscher hoffen, eines Tages elektrische Signale gezielt einsetzen zu können, um die Regeneration von Gewebe zu fördern.

Elefanten meiden Hügel, so lautet das Ergebnis einer Feldstudie, die Verhaltensforscher der University of Oxford im Norden Kenias durchgeführt haben (Current Biology, Bd. 16, S 527529). Die Wissenschaftler verglichen die Wegstrecken der Tiere mit einem Höhenmodell des Areals und stellten fest: Selbst Hügel mit üppigem Futterangebot werden von den Elefanten gemieden. Grund für dieses Verhalten ist nicht etwa Trägheit, sondern das hohe Körpergewicht der Dickhäuter. Selbst bei der Bewältigung kleiner Steigungen verbrauchen die Tiere unverhältnismäßig mehr Energie als auf gerader Ebene. Die Forscher errechneten, dass ein vier Tonnen schwerer Elefant für 100 Meter Höhenunterschied fast vier Kilogramm mehr Futter benötigen würde. Als Vegetarier müsste er eine halbe Stunde länger fressen, um allein den Extrabedarf an Energie zu decken.