Kaum jemand bekommt an diesen Körperstellen einen Sonnenbrand – aber das liegt vor allem daran, dass Handflächen und Fußsohlen nur selten direkt der Sonne ausgesetzt sind. "Die Entwicklung eines Sonnenbrands ist eine Funktion der Strahlungsintensität und der Verhornungsdicke", sagt Heinrich Raskokat, Dermatologe an der Universität Köln. Das heißt: Hornhaut bietet einen gewissen Schutz vor der Sonne. Die Dicke der Hornhaut ist individuell verschieden. Vor allem Kinder, die auf dem Bauch am Strand liegen und die Fußsohlen in die Sonne halten, können einen Sonnenbrand bekommen – und der ist dann sogar besonders schmerzhaft. Für Erwachsene schätzt Heiner Gers-Berlag, Sonnenschutzexperte bei der Firma Beiersdorf, den Lichtschutzfaktor durch die Hornhaut auf etwa drei bis vier.

Weil das Sonnenbrandrisiko an Händen und Füßen generell geringer ist, hat die Evolution an diesen Hautpartien auf Pigmente verzichtet – wir werden nicht braun, und selbst Schwarze sind an diesen Stellen "weiß".
Christoph Drösser

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen:
DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg, oder stimmts@zeit.de .
Das "Stimmt’s"-Archiv: www.zeit.de/stimmts