Zerstreutheit
Neben dem Ausschlafen ist die Zerstreutheit der zweite Grund für ein glückliches Leben in der Wissenschaft. Über den zerstreuten Professor gibt es zu viele Zeugnisse, als dass hier noch eines hinzugefügt werden müsste. Auf einen wahrlich nicht brandneuen Aspekt sei aber dennoch kurz hingewiesen: die wunderbare Abwesenheit des Zwecks. Denn den Zustand der Zerstreutheit kann sich nur der leisten, auf den es nicht ankommt, der unwichtig ist, der gehen kann, wohin er will, stört er doch niemals.

Miloš Vec et al. (Hrsg.): Der Campus-Knigge; Vom Abschreiben bis Zweitgutachten; Verlag C .H. Beck, München 2006; erscheint am 26. September

Redaktionelle Bearbeitung: Eva Jost