Die einstigen Paramilitärs in Irland entpuppen sich als schlechte Logistiker. Vergangene Woche räumte eine Spezialeinheit der irischen Armee das Rathaus in Dublin: Ein anonymer Anrufer, der sich als Sprecher der protestantischen Ulster Volunteer Force (UVF) ausgab, hatte vor einer Bombe auf dem Dachboden gewarnt, versteckt in einem Feuerlöscher vor 25 Jahren. Mit dem Sprengsatz habe die UVF auf die katholische Sinn Féin gezielt, deren Führung sich dort traf. Die Suche endete ohne Ergebnis, der Feuerlöscher ist längst ausgewechselt.

Daraufhin meldete ein zweiter Anrufer eine weitere Bombe, die die UVF 1976 entlang der Bahnstrecke BelfastDublin deponiert habe. Diese allerdings hat die Polizei schon vor 30 Jahren entsorgt.