Dass sich Männer und Frauen und Gesellschaft die Familienarbeit gedeihlich und gerecht aufteilen, das ist wohl eines der wichtigsten Ziele. Ohne die Frauen zu verachten, die das ganzheitlich tun, ob unfreiwillig oder nicht.

Wäre der Feminismus etwas vielseitiger, wäre da auch Platz für unsereins. Trotzdem bedanke ich mich für den sehr informativen Beitrag.

Nandi Friedel, Wien

Der alte Cato rief den vir vere Romanus dazu auf, die Frauen zu unterdrücken, denn sobald sie die gleiche Möglichkeit haben, erweisen sie sich als überlegen. Das stimmt sicherlich nicht pauschal, lässt aber Rückschlüsse auf die verdrängten Ängste des patriarchalen Siegertyps zu. Gegen die patriarchale Entschlossenheit, den Feminismus mundtot zu machen, bleibt die Frau so lange hilflos, als sie sich von ihrer angestammten Position einer hypernormativen Anständigkeit nicht lösen kann: Höfliche Gesuche sind keine Antwort auf die antifeministische Agitation der Schirrmacher-Matussek-Mediokratie und die männerbündische Geheimpolitik in den Chefetagen.

Diesen Kampf müssen wir aber auch gegen uns selber führen: gegen die Gefallsucht und Zeitgeisthörigkeit jener Diktatur der Angepassten (Roger Behrens), die sich den Anschein frecher Poppigkeit verleiht, in Wirklichkeit aber ichschwach und manipulierbar genug ist, um das Leben einer personifizierten Schlüsselqualifikation zu führen und dem Modediktat von Lifestyle-Magersucht, Push-up-BH, String und Popofalten-Expo willfährig-unkritisch Folge zu leisten.

Dr. Sandra Kluwe, Heidelberg

Es ist ernüchternd zu sehen, wie immer wieder Menschen auch solche weiblichen Geschlechts nach immer mehr Macht gieren, selbst wenn sie schon mit sehr viel Einfluss gesegnet sind. Sich derart zu outen, meine Damen, verlangt Mut.