Gemäss einer Studie der Universität Zürich könnten über die nächsten 30 bis 50 Jahre zwischen 37 und 56 Prozent der Skigebiete Schwierigkeiten haben, Wintersportler anzuziehen.

Die Auswirkungen des Klimawandels könnten besonders gravierend für Deutschland und Österreich sein, wegen ihrer tieferliegenden Skisportgebiete. In Österreich wird die Schneegrenze voraussichtlich um 200 bis 300 Meter über die nächsten 30 bis 50 Jahre ansteigen.

Eine große Schneekanone bedeckt in 12 Stunden 1 Hektar Piste mit einer 25-Zentimeter-hohen Schneeschicht. Dabei verbraucht sie über eine Million Liter Wasser und 8 bis 10 Megawattstunden Energie, ungefähr soviel wie 200 Vier-Personen-Haushalte im Jahr. Die Investitionskosten pro Hektar belaufen sich auf etwa 140000 Euro (Uni Zürich).

Falls der Wintersport mehr und mehr aus Europa verschwindet, könnten die Winterspiele eine rein amerikanische Angelegenheit werden. Die meisten amerikanischen und kanadischen Skigebiete liegen höher als die europäischen und sind daher weniger anfällig für die Klimaerwärmung.

Die Ironie an der Sache ist, dass gerade die USA, welche sich bisher an keiner Klimavereinbarung beteiligen, und so vielleicht indirekt die Erwärmung in Europa mit zu verantworten haben, letztendlich die Nutznießer, kommerziell und als Sportnation, dieser Entwicklung sind.

Henning Hochapfel, Zweibrücken