Neandertaler starben in Europa sehr viel später aus, als bisher angenommen. Noch Jahrtausende nach Ankunft des modernen Menschen soll dieser frühe Verwandte Gibraltar bewohnt haben. Das ergaben neue Ausgrabungen in der Gorham-Höhle (Nature online, 13. September 2006).

Mittels Radiocarbon-Datierung von Feuerstellen und Steinwerkzeugen konnten Forscher nachweisen, dass Homo neanderthalensis bis vor 28000 Jahren die Höhle bewohnte. Homo sapiens sapiens kam vor mindestens 32000 Jahren nach Mitteleuropa. Gibraltar war möglicherweise einer der letzten Zufluchtsorte des Neandertalers. Die Forscher vermuten, dass die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt das längere Überleben begünstigt hat.

Der Genuss von grünem Tee gilt schon länger als gesundheitsfördernd.

Nun bescheinigen ihm japanische Forscher sogar lebensverlängernde Wirkung (Jama, Bd. 296, S. 1255). In einer Studie mit über 40000 Teilnehmern waren nach elf Jahren unter den Teetrinkern 16 Prozent weniger Menschen gestorben als in der Kontrollgruppe. Allerdings müssen für diesen positiven Effekt täglich fünf oder mehr Tassen Tee konsumiert werden. Dann vermindere sich das Risiko, an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße zu sterben, deutlich, schreiben die Forscher. Die Vermutung allerdings, grüner Tee würde auch das Sterberisiko durch Krebs reduzieren, konnten sie nicht bestätigen.

Das komplette Archiv ihrer Zeitschriften hat die Londoner Royal Society ins Netz gestellt für die nächsten zwei Monate frei zugänglich für jedermann (www.royalsoc.ac.uk). Es enthält zahlreiche Meilensteine der letzten 341 Jahre Wissenschaftsgeschichte, darunter die Erfindung des Spiegelteleskops durch Isaac Newton, Benjamin Franklins Blitzexperimente und die Beschreibung der DNA-Struktur durch James Watson und Francis Crick.