Jessen schreibt: Auch die gröbere deutsch-polnische Missstimmung geht nicht auf die deutsche Staatsregierung zurück, sondern auf gesellschaftliche Organisationen wie die Vertriebenenverbände oder auf private Firmen wie die ominöse Preußische Treuhand, die deutsches Land in Polen zurückfordert. Eine Bestätigung dieser These sehe ich in dem letzten Beitrag des jüngst verstorbenen Ehrenvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien, Dr. Herbert Hupka.In der vom Ostdeutschen Kulturrat in Bonn herausgegebenen Kulturpolitischen Korrespondenz (vom 30. Juli 2006), fordert er eine Wiederentdeckung des schlesische[n] Erzpoet[en] und Meister[s] lyrischer Eloquenz, Richard Schiedel (18901956), eines jahrelangen Hitler-Anhängers, der von sich stolz bekannte: Nach dem Verlust des östlichen Oberschlesiens an die französische Vasallenkolonie Polen kam ich nach Thüringen, wo dann im Weimarer Fritz Fink Verlag seine Lyrikbändchen erschienen sind. Rudolf Paulsen lobte Schiedel schon 1932 im Völkischen Beobachter als einen nationalsozialistischen Lyriker ein echter Germane und Romantiker.

Dr. Ernst Josef Krzywon, Neubiberg