Richtige Radfahrer lieben den Berg. Was andere für ein Verkehrshindernis halten, löst bei ihnen Glücksgefühle aus. Eine Serpentinenstraße verschafft dem bekennenden Radler Michael Klonovsky Gefühle von ähnlicher Intensität wie der Anblick einer schönen Frau.

Klonovsky weiß aus jahrelangem Selbstversuch, dass man sich vernünftigeren Tätigkeiten widmen kann, als eine Passstraße hinaufzuradeln. Aber kaum herzausfüllend-hinreißenderen. Und da er bei aller Begeisterung auch über so Niederes wie Fluchtmotiv und Suchtgefahr, Beinrasur und Einkaufstüten am Lenker philosophiert, kommt sein Buch Radfahren sicherlich auch bei normalen Menschen gut an.

Michael Klonovsky: Radfahren in der Reihe Kleine Philophie der Passionen - Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2006 - 128 S., 10,