DIE ZEIT: Herr Klose, es war nicht ganz leicht, heute zu Ihnen vorzudringen. Auf dem Trainingsgelände Ihres Vereins Werder Bremen waren Sie permanent von Fans umringt. Wir haben auf die Uhr geschaut: Für die 200 Meter vom Trainingsplatz in die Umkleidekabine haben Sie eine halbe Stunde gebraucht – an einem normalen Mittwoch Vormittag.

Miroslav Klose: Unglaublich, oder? Die Fans kommen nach dem Training und nach dem Spiel auf mich zu, sie wollen Autogramme, sie wollen mit mir reden, und immer wieder höre ich, wie faszinierend meine Entwicklung sei. Sie hätten mir das nie zugetraut.

ZEIT: Sie wurden in Ihrer Karriere oft unterschätzt. Mal hieß es, Sie seien zu weich für den harten Profisport, dann wieder, Sie könnten nur Tore köpfen und sonst nichts. Ist Trotz ein Motor für Ihre Karriere gewesen?

Klose: Ja, bis heute übrigens. Ich habe in meinem Leben viele Leute erlebt, die mich schlecht behandelt haben, Jugendtrainer oder andere Verantwortliche, die mir Steine in den Weg gelegt haben und mir ins Gesicht gesagt haben: Aus dir wird nichts, fahr nach Hause.

ZEIT: So direkt?