Der Euro Stoxx 50 befindet sich im Auftrieb, ebenso die anderen wichtigen Leitindizes der Welt und Deutschlands, also Dow Jones , Nasdaq , Nikkei , Dax und TecDax . Doch Konjunkturdaten aus den USA signalisieren Gefahr. Wer sein Geld vergleichsweise sicher anlegen möchte, ist derzeit mit Anleihen aus Euroland gut bedient.

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Auch die Werte aus der Telekommunikations- und Informationstechnologie streben wieder nach oben. Sie und ähnliche Technologiewerte hatten unter dem Kurseinbruch ab Mai besonders gelitten. Umgekehrt verhält es sich hingegen mit Papieren aus der Energie- und Grundstoff-Branche: Lange boomten die Rohstoffe, und der Ölpreis erreichte im August neue Höchststände. Nun ist er auf neue Tiefststände gefallen. Auf lange Sicht aber ist die Zeit des billigen Öls vorbei - dem stimmen selbst die Granden der Petroleumindustrie zu.

Die Zinsen in Euroland dürfen nicht weiter steigen , argumentiert Dieter Wermuth im Weblog Herdentrieb , denn die Inflation geht zurück. Für Deutschland meldete das Statistische Bundesamt in der vergangenen Woche den niedrigsten Anstieg der Verbraucherpreise seit 2004. Das ist auch bei der Bundesbank angekommen. Deren Präsident Axel Weber hält es jedoch für "verfrüht, mit Blick auf die Inflationsrisiken bereits von einer nachhaltigen Entspannung auszugehen".

Ausgerechnet Ungarn kann sich unter den hier gezeigten Ländern und Ländergruppen mit einem vergleichsweise hohen Wirtschaftswachstum schmücken - das Land, dessen Regierungschef erst vor wenigen Tagen sagte: “Wir hatten in den vier Jahren unserer Regierung nichts Erwähnenswertes geleistet“ und damit Demonstrationen und Krawalle auf den Straßen von Budapest auslöste. Doch hohes Wachstum alleine reicht offenbar nicht: Die Arbeitslosigkeit ist nicht besonders niedrig, und die Inflationsrate deutlich höher als in Euroland.

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