Schnurrhaare könnten Roboter künftig bei der Erkundung ihrer Umwelt unterstützen. Nach dem Vorbild der beweglichen Vibrissen von Ratten entwickelten US-amerikanische Forscher eine Anordnung von stetig kreisenden Federstahltastern, mit denen Roboter ihre Umgebung abgreifen können (Nature, Bd. 443, S. 525). Stoßen die künstlichen Antennen dabei auf Gegenstände, ermitteln mehrere Dehnungsmesser die Krümmung, die durch die Berührung entsteht. So können genaue räumliche Daten über die jeweils vorliegende Oberfläche ermittelt werden. Auch unter Wasser sollen die bionischen Tasthaare zum Einsatz kommen: Seehunden ähnlich, könnten die Roboter mit den hierzu fixierten Tastern Strömungen messen und anhand der Wasserbewegungen sogar bewegliche Objekte orten.

Mausmännchen werden unfruchtbar, wenn die Energiegewinnung ihrer Zellen gestört ist, berichten japanische Wissenschaftler (PNAS Online, 2.Oktober 2006). Sie züchteten Nager mit entsprechenden Mutationen im Erbgut der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zellen. Im Gegensatz zu gesunden Mäusen produzierten die Versuchstiere nicht nur weniger, sondern auch schwerfälligere Spermien. Ähnlich wie bei der Maus werden auch in den Mitochondrien infertiler Männer häufig Mutationen beobachtet. Die Forscher hoffen daher, mit Hilfe dieses Tiermodells Wirkstoffe zu entwickeln, die ungewollt kinderlosen Paaren zu Nachwuchs verhelfen könnten.