Wir waren (wie sonst?) mit dem Bulli gekommen. Sechs Mann von der katholischen Jugend aus Hamburg mit dem VW-Bus. Wir ahnten, dass viele kommen würden. Als wir am Ende auf der Wiese standen, stellte sich schnell das Gefühl ein: Alter, das wird etwas ganz Großes, und du bist dabei. Wir zogen an verrammelten Schaufenstern der Bonner Altstadt vorbei und riefen fröhlich "Bürger, lasst das Glotzen sein, reiht euch lieber bei uns ein". Wir hörten viele Reden, von denen mir nur zwei Wörter eines alten Mannes in Erinnerung geblieben sind: Heinrich Böll warnte vor Agents Provocateurs, und ich wusste nicht, was es bedeutete. Wir hörten eine Musikgruppe namens Bots, die mit Rudi-Carrell-artigem Dialekt immer wieder fragte: "Was wollen wir trinken?" Am Ende regnete es sogar, ein bisschen Woodstock eben. Die Arbeit hatten wir schon zu Hause erledigt: Sprengköpfe zählen, Reichweiten vergleichen, die Pershing-Freunde widerlegen und dabei niemals vergessen zu sagen, dass wir auch den Russen nicht mögen.