Nahaufnahmen aus Fernost zeigt Andreas Altmann in seinem Reisereport, dem Tagebuch eines Andersreisenden. Er folgt eigenwilligen und unbequemen Fährten zu Menschen in Kambodscha, Thailand und Vietnam.

Schmerz und Stille, Chaos und Sinnlichkeit fließen ineinander auf einer leidenschaftlichen Fahrt gegen den Strom. Bittere Tage wie die als Helfer in einem Aids-Kloster oder als Suchender nach dem großen Tsunami wechseln mit verblüffend alltäglichen Begegnungen auf der Straße. Kisch-Preisträger Altmann beobachtet scharf und protokolliert in teils ergreifenden Aufzeichnungen, wie westliche und buddhistische Lebenswelten aufeinander prallen. Er durchlebt die Härten wie auch den Zauber hinter der Fassade fernöstlicher Leichtigkeit. Sein Report ist zugleich auch eine Kritik an kopflosem Reisen, die Pauschalurlauber ebenso wie Pseudoabenteurer trifft. Im Kampf gegen "Zerstreuung und die Beschlagnahme unserer Sehnsüchte" geleitet seine pulsierende, bildstarke und mitunter derbe Sprache lebensnah in die tiefsten Winkel Südostasiens.

Andreas Altmann: "Der Preis der Leichtigkeit. Eine Reise durchThailand, Kambodscha und Vietnam" - Frederking &amp - Thaler Verlag, München 2006 - 236 S., 19,90