Sie haben in dieser Woche auf der Jahrestagung der Internationalen Astronautischen Föderation in Valencia mit den Chefs der Raumfahrtagenturen aus Russland, Indien, China, Japan, Kanada und Europa diskutiert. Es war viel von Kooperation die Rede. Mit wem würden Sie denn am liebsten zusammenarbeiten?

So etwas würde ich nie sagen. Das wäre unhöflich. Wir arbeiten auf der Internationalen Raumstation (ISS) im Moment mit fünfzehn Nationen zusammen, und alle sind uns wichtig.

Wenn man die Jahresetats Ihrer Kollegen zusammenrechnet, kommt weniger heraus, als die Nasa allein zur Verfügung hat.

Das stimmt. Trotzdem kooperieren wir gern mit unseren Partnern.

Ist es dann nicht arrogant, wenn Sie sagen: Wir kehren auf jeden Fall zum Mond zurück, alle anderen sind eingeladen mitzumachen?

Normalerweise beginnt man eine Partnerschaft doch, indem man gemeinsam überlegt, was man zusammen machen will.

Bei der Raumstation war es auch nicht so. Amerika hat entschieden, eine Raumstation zu bauen, und dann gefragt, ob andere mitmachen wollen. Und sie machen mit. Amerika wird auf den Mond zurückkehren, und die Frage ist nun, ob andere mitkommen und ihre Astronauten von uns auf den Mond bringen lassen. Ich glaube schon, dass sie das wollen. Wir können niemanden zwingen, zum Mond zu fliegen. Aber wir werden nicht zu Hause bleiben, nur weil andere das wollen.