Der gambische Präsident Jahya Jammeh war sich seiner Sache äußerst sicher. Bereits kurz vor den Wahlen hatte er verkündet, dass weder diese noch ein Putsch ihn um die Macht bringen könnten. Weitere 40 Jahre wolle er den westafrikanischen Kleinstaat regieren. Darüber habe er noch nicht einmal selbst entschieden: Der Koran habe bestimmt, "dass Jammeh das Land kontrollieren soll". Wie Recht er damit haben sollte, bestätigen die Angaben der Wahlkommission: Mit 67 Prozent der Stimmen ist der Mann ohne Selbstzweifel in seinem Amt bestätigt worden. Internationale Wahlbeobachter bemängelten jedoch einen unfairen Wahlkampf. Aufgrund der hohen Analphabetenrate entschieden die Wähler mit Hilfe einer Murmel.