Gute Idee, diese Vorbeter zu kontrollieren, aber dann aus Gründen der Gleichberechtigung bitte auch die Vorbeter aller anderen Religionsgemeinschaften. Auch den Papst. Dann wäre er wohl nicht in die "Regensburger Falle" gelaufen.

Spaß beiseite. Bitte warum übernimmt die ZEIT nun auch die Oberverdachtsschöpfer-, Schnüffler- und Bevormundungs-Mentalität der Politiker und Amtsstubenbesetzer? Es ist doch diese Geisteshaltung, die das Leben so unerträglich macht.

Der Grundsatz "Jeder ist bis zum Beweis des Gegenteils ein ordentlicher Mensch" scheint nur noch vor Gerichten zu gelten. Eine Bitte an die ZEIT, einst Hochburg der liberalen Überzeugungen: Überwachung und Kontrolle nur bei dringendem Tatverdacht gutheißen.

Peter Müller, Bredenbeck

Ich bin ziemlich enttäuscht. Nach dem katastrophalen Wahlerfolg der NPD hatte ich von der ZEIT eine harte Aufarbeitung dieses Themas erwartet. Ganze Landstriche im Osten sind für Ausländer tabu, ja lebensgefährlich. Wer nicht freiwillig geht, wird vertrieben. Ein Zustand, der seit Jahren von Politikern und Regierungen geduldet wird.

Jetzt beziehen die rechtsradikalen Schläger und deren Hintermänner sogar noch Abgeordnetengehälter.

Stattdessen müssen wieder einmal die Muslime herhalten. Ein ganzes Dossier erweckt den Eindruck, als wären wir von radikalen Muslimen bedroht. Dabei schreiben Sie selbst, dass wohl nur ein paar Prozent überhaupt als radikal einzustufen sind. Bislang hat sich Gewalt in Deutschland stets gegen Ausländer und Muslime gerichtet, erinnert sei hier an Mölln, Solingen, Hoyerswerda und die täglichen Übergriffe im gesamten Land. Solange eine Regierung gegen sol- che unerträglichen Zustände nichts unternimmt, ist es Aufgabe der unabhängigen Presse, dies aufzudecken. Wenn es sein muss, Woche für Woche.