Eine latent bestehende Ausländerfeindlichkeit, verstärkt durch Angst vor Terrorismus, wird "geschichtlich" mit dem Kriterium der "Gewaltbereitschaft des Islams" bestätigt durch den obersten Meinungsträger der Christenheit. Das ist Wasser auf die Mühlen oder Öl ins Feuer all derer, die gegen "Fremde" misstrauisch, aber auch aggressiv oder verhalten ablehnend sind - und die sind nicht nur bei der NPD zu finden.

Wollen wir denn überhaupt friedliches Zusammenleben und Integration, wenn bei uns auf die Worte des Papstes verständnisheischend oder klammheimlich zustimmend reagiert wird? Diese Fragen müssen diskutiert und geklärt werden, unsere muslimischen Mitbürger hoffen auf vernünftige Antworten.

Manfred Osthaus, Bremen

Die lächerlichen Reaktionen der islamischen Welt auf die päpstliche Rede zeigen, dass Manuel II. 1391 leider doch Recht und sogar untertrieben hatte.

Im Gegensatz zum Islam breitete sich das Christentum in den ersten 395 Jahren relativ friedlich aus. Auch nahm Jesus im Gegensatz zu Mohammed nie an einem Eroberungsfeldzug teil. Zudem sucht man die Feindesliebe (Bergpredigt, Mt 5,4345) im Koran vergeblich.

Alexander Gruber Pentling (bei Regensburg)

Das Kernproblem der Religionskonflikte liegt doch darin, dass an einer Weltauffassung und einem Gottesbegriff mit Gewalt festgehalten wird, die zum einen auf einem mehrtausendjährigen Weltbild beruhen und zum anderen auf Schriften, die nicht Gottes-, sondern Menschenwort sind und die aus Legenden, Märchen, fehlerhaften Aufzeichnungen, falschen Übersetzungen, willkürlichen Veränderungen, Streichungen und Hinzufügungen sowie nicht wenigen vorsätzlichen Verfälschungen bestehen.