Was fehlt Ihnen, Herr Schlingensief?

Der Kaktus von Adorno. Und im Kunstbetrieb: das Ende der Privatmythologie, weil die Verfilmung der eigenen Fußnägel langweilt.

Was haben Sie als Kind gesammelt?

Filme und alles, was damit zusammenhängt. Mit acht Jahren durfte ich meinen ersten Film drehen.

Ihr Sofabild?

Ein Regal mit einer Flasche Porto von 1968, einem ausgestopften Piranha aus Manaus, einem Wasserbehälter für Buschmänner, einem Beuys-Hasen

Der meistüberschätzte Künstler?

Nach seinen Äußerungen zum 11. September müsste es Stockhausen sein.

Was fehlt Ihnen, Herr Schlingensief?

Nach seiner Äußerung zur Trisomie 21 Beuys.

Der meistunterschätzte Künstler?

Mohammed. Er wollte kein Abbild von sich. Das ist zukunftsträchtig.

Ihr Traum-Museum?

Eines der Unübersichtlichkeit und Nichtverdichtung! Der kuratorischen Unmöglichkeit und Falschpräsentation.

Christoph Schlingensief ist Regisseur. Seine ausführlichen Antworten lesen Sie auf www.zeit.de/feuilleton