Zum Popstar der Wissenschaft wurde Albert Einstein schon zu Lebzeiten. Doch das große Geld war damals, in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, mit dem öffentlichen Ruhm noch nicht zu machen. Erst heute, gut 50 Jahre nach seinem Tod, wird der Schöpfer der Relativitätstheorie zum Großverdiener. In einer Rangliste der bestverdienenden Toten, die das US-Wirtschaftsmagazin Forbes kürzlich veröffentlichte, belegt Einstein mit einem Jahreseinkommen von 20 Millionen Dollar den dritten Platz. Auf dem ersten Rang liegt unschwer zu erraten der King of Kings, Elvis Presley, mit 53Millionen - ansonsten konnte sich nur die 1994 verstorbene Rockgröße Kurt Cobain vor Einstein schieben. Dafür ließ der Physiker Berühmtheiten wie Andy Warhol und Marilyn Monroe hinter sich.

Fairerweise sei ergänzt, dass sich die Forbes-Liste auf das Jahr 2005 bezieht, in dem weltweit das Einstein-Jahr gefeiert wurde. Allein die Bildrechte an Einsteins Konterfei brachten da 5Millionen Dollar ein, dazu kamen Lizenzgebühren von Einstein-Videos, -Puppen und -Spielzeug. Nutznießerin des Geldsegens ist die Hebrew University in Jerusalem, die Einsteins Nachlass verwaltet und als Erbe auftritt.

Die schuldengeplagte Stadt Berlin dagegen, in der Einstein die fruchtbarste Zeit seines Lebens verbrachte, geht leider leer aus.

Dafür kann man hier mit Hilfe des soeben erschienenen Reiseführers Einsteins Berlin von Dieter Hoffmann (Wiley-VCH Verlag) den ehemaligen Wirkungsstätten des Physikers einen Besuch abstatten.