Die amerikanische Internet-Firma Zango soll drei Millionen Dollar Strafe zahlen, weil sie Werbeprogramme auf den Computern argloser Surfer ablegt. Das setzte die amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) durch, die so genannte Adware- und Spyware-Firmen wie Zango künftig noch schärfer bekämpfen will. Eine Erkenntnis der Sicherheitsfirma Secure Works aus Atlanta mag die Beamten da überraschen: Manche Spyware tut auch Gutes. Die neuesten Programme räumen nebenbei auch die Festplatte auf. Eine kürzlich entdeckte Spyware lädt gar ein (raubkopiertes) Antivirenprogramm der angesehenen russischen Sicherheitsfirma Kaspersky Labs auf den Rechner und entfernt damit Viren und Spionageprogramme außer sich selbst.

Wir wurden von den Hackern vermutlich ausgewählt, weil unser Produkt eine große Menge Spionageprogramme entfernt, vermutet Mirco Rohr von Kaspersky. Uneigennützig ist der heimliche Festplattenputz nicht: Er soll wohl sicherstellen, dass die infiltrierten Computer nicht unter der Last zu vieler Spyware-Programme zusammenbrechen. Auf einem abgestürzten Rechner kann nämlich auch die beste Spionage-Software nichts ausrichten.