Eigentlich sollte in die Debatte um die künftige Struktur der Deutschen Bahn AG (DB) Ruhe einkehren.Der Bundestag hat der Regierung den Auftrag erteilt, bis Ende März den Entwurf eines Privatisierungsgesetzes vorzulegen.Darin soll auch die Frage nach einer sauberen Trennung von Netz und Betrieb beantwortet werden (ZEIT Nr. 47/06).Nun unternahm Anfang dieser Woche das Eisenbahn-Bundesamt als Aufsichtsbehörde der DB einen spektakulären Vorstoß.Es verbot der Bahn-Tochter DB Netz AG, sich von der Re chtsabteilung des Konzerns juristisch beraten und vertreten zu lassen.Die gängige Praxis verstoße gegen das Gebot der personellen Trennung und das Verbot jeglicher Einflussnahme auf netzzugangsrelevante Entscheidungen. Die DB reagierte mit Verwunderung und Unverständnis.Die DB Netz AG behalte sich rechtliche Schritte vor.Die privaten Konkurrenten der Bahn indes werden sich freuen.Sie beklagen sich immer wieder, dass die Netz AG sie nur zu schlechteren Konditionen auf die Schienen lasse als die Güter- und Personenzüge der DB.Im Prinzip muss die Netz AG sich neutral verhalten und alles tun, um den Eindruck einer Abhängigkeit vom Konzern zu verhindern.Das Bundesamt verlangt nun eine Umorganisation innerhalb vo n sechs Monaten.Damit muss sich die Netz-Tochter eine eigene Rechtsabteilung zulegen oder juristischen Rat von außen nutzen.