Das hohe Lied, das der Autor auf Pamir-Kapitän Johannes Diebitsch singt, kann ich nicht nachvollziehen. Er war offenbar nicht der Mann, dem das Schiff und die 86-köpfige Besatzung hätte anvertraut werden dürfen. Er verfügte nicht über die notwendige Erfahrung in der Führung eines Segelschiffes dieser Größenklasse. Mein Bruder Manfred Gerstenberg (damals 21 Jahre) war auch eines der 80 Opfer des Untergangs der Pamir.

Der Autor spricht dem Seeamt im gewissen Sinne die Qualifikation ab, weil dem kein Rahsegler-Kapitän angehört habe, und beruft sich dabei auf das Ergebnis der Forschungen des Anwalts des Reederei-Konsortiums als des Verantwortlichen für den Einsatz von Kapitän Johannes Diebitsch. Nun, was glaubt er wohl, zu welchem Ergebnis der Herr Rechtsanwalt sonst hätte kommen können?

Eigentlich hätte nach dem Seeamtsspruch die Staatsanwaltschaft auf dem Plan erscheinen müssen. Das wäre der Staat den Opfern schuldig gewesen.

Hans Joachim Gerstenberg, Ober-Ramstadt

Die Pamir, wie der Maler Léon Zeytline sie 1957 sah