Der Außenminister plant eine Nahost-Reise.Das hört sich nach Routine an, ist aber extrem schwierig derzeit.Vor allem wegen der zahlreichen Schurken dort unten. Die sind nicht nur unmoralisch, sondern auch äußerst kompliziert. Besonders, wenn man sie braucht.Der Westen braucht neuerdings den syrischen Schurken in Damaskus.Der verletzt, wie gemunkelt wird, die Souveränität des Staates Libanon durch Attentate auf dessen Politiker. Außerdem sollen von Syrien aus Waffen an Hisbollah geliefert werden, die sich damit zu erneuten Attacken gegen Israel rüsten kann.Darum hat die UN dort Truppen stationiert, die jeden Waffenschmuggel, den sie sehen, unterbinden.Den Schmuggel, den sie nicht sehen, hingegen nicht.Das bewegt im Gegenzug Israel dazu, dauernd über den Libanon hinwegzufliegen, was wiederum die Regierung in Beirut schwächt, die ohnehin schon dezimiert ist, unter anderem eben wegen jener Attentate. Syrien steckt also ganz tief drin im Schlamassel.Außerdem gewährt Präsident Assad der Exil-Hamas Unterschlupf, die jeden Versuch der in Gaza mitregierenden Hamas stört, ein wenig Frieden mit Israel zu machen.Und als ob das noch nicht genug wäre, kooperiert Damaskus auch mit den anderen Schurken in Teheran.Wer so viel Unheil anrichtet, den muss man hart bekämpfen oder, wenn das nichts hilft: besuchen.Das hat der deutsche Außenminister zuletzt im August versucht.Doch da hielt Assad eine un gewöhnlich schaurige Rede gegen Israel, und Steinmeier sagte ab. Nun plant er eine viertägige Reise in die Region, bei der er ständig um Syrien herumfliegt, um im geeigneten Moment die Kurve nach Damaskus zu kriegen.Allerdings genügen in der Region eine einzige Bombe und ein falsches Wort, und schon wird es wieder nichts mit der Einbeziehung Syriens.Es ist eben kompliziert mit den Schurken.Wenn man sie braucht.