Klaus Berger, der in Heidelberg evangelische Theologie gelehrt hatte, ist nun ein halbes Jahr nach dem Eintritt in den Ruhestand aus der evangelischen Kirche ausgetreten.Damit hat er endgültig jene Klarheit geschaffen, die er zuvor in allerlei Wendungen bewusst vermied: Er lehre eben als Katholik an einer evangelischen Fakultät.Schließlich hatte er sogar behauptet, er zahle mit Genehmigung der katholischen Obrigkeiten evangelische Kirchensteuer, um sich so seine protestantische Profe ssur zu erhalten - auch Kardinal Ratzinger habe dies gebilligt (ZEIT Nr. 43/05).Nun aber steht fest: Berger wollte sich habilitieren, ein Wunsch, der ihm von katholischen Fakultäten verwehrt wurde.Die Habilitationsordnung der Hamburger evangeli schen Fakultät, an die er sich 1968 wandte, setzte die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche voraus, der er zu diesem Zwecke beitrat.Jetzt, da dies nach Dienstende alles nicht mehr nötig ist, gibt er die Zweckmitgliedschaft wieder auf.Berg er hatte sein Doppelleben als ökumenische Existenz bezeichnet was eher ein ökonomischer Umgang mit Existenzfragen war.