Sie sehen aus, als seien sie in Tinte geplumpst, doch die auffällige Farbe der Blauen Pfeilgiftfrösche Dendrobates azureus ist waschecht und naturgewollt. Sie soll Fressfeinde warnen: Ich bin giftig! Die größte Gefahr für diese Art sind jedoch nicht ihre Jäger, sondern ist ihr kleiner, von Menschen bedrohter Lebensraum, eine Waldinsel am Westhang der Vier-Gebroeders-Berge in Surinam. Nur hier, am Südzipfel Surinams an der Grenze zu Brasilien, leben diese etwa vier Zentimeter großen Amphibien. Waldbrände könnten die Art samt ihrem Habitat auslöschen. Deshalb führt die Internationale Naturschutzunion IUCN die Blauen Giftfrösche als gefährdete Spezies in ihrer Roten Liste. Sie umfasst derzeit 15589 vom Aussterben bedrohte Arten. Besonders schlecht sieht es außer für die Schildkröten für die Amphibien aus, von denen jede dritte Art auf der Roten Liste steht. Die IUCN wirbt für die Artenvielfalt mit fotogenen Sympathieträgern wie dem Giftfrosch. Mit dem Eisbär, dessen Lebensraum wegen der Klimaerwärmung ebenfalls in Gefahr ist, schmückt er die Internetseite iucnredlist.org . Sowohl Eisbären wie Giftfrösche werden von Menschen nicht nur bedroht, sondern auch gezüchtet, die einen im Zoo, die anderen im trauten Heim. Die blauen Fotomodels sind beliebte Insassen von Terrarien, vermehren sich problemlos und quaken sehr leise. Und da sie ihr Gift aus der Nahrung im Regenwald beziehen, sind die domestizierten Exemplare durch das Zoofutter auch weniger giftig. BILD