Die Larven einiger Fischarten folgen Duftstoffen in Ozeanströmungen und finden so zu ihrer Geburtsstätte zurück. Das hat das Team von Gabriele Gerlach vom Woods Hole Marine Biological Laboratory bei Versuchen in einem Wasserkanal an Bord eines Forschungsschiffes herausgefunden. Einen besonders feinen Geruchssinn hat offenbar Doederleins Kardinalbarsch entwickelt, der im Great Barrier Reef vor Australien wohnt. Wie auch viele andere Fische kann er in seinen ersten Lebenstagen nicht schwimmen und driftet fort. Doch er merkt sich den Geruch seines Schlüpfplatzes und schwimmt baldmöglichst dorthin zurück. Dadurch bleiben die Kardinalbarsch-Populationen stets unter sich. Schon über drei Kilometer Entfernung hinweg unterscheiden sie sich deutlich in ihren Genen. (PNAS Early Edition, 8.Januar 2007)

Hoch potente Stammzellen aus Fruchtwasser zu isolieren ist Forschern am Baptist Medical Center der Wake Forest University (North Carolina) gelungen. Aus diesen sogenannten AFS-Zellen (Amniotic Fluid-derived Stem Cells) konnten die Wissenschaftler Muskel-, Knochen-, Fett-, Adern, Nerven- und Leberzellen züchten. Die Forscher implantierten solche Zellen in Mäuse, worauf den Tieren neues Hirn- und Knochengewebe wuchs. Die AFS-Zellen teilen sich etwa alle 36 Stunden und lassen sich daher in großen Mengen heranziehen und zwar ohne Unterstützung von Nährzellen. Zudem entstehen aus diesen Zellen offenbar keine Tumoren, wie es bei anderen Stammzelltypen vorkommen kann. (Nature Biotechnology, Bd. 25, Nr. 1, S. 100)

Sichtbares Licht lässt sich mit einer neuen Technik durch Kabel leiten, deren Durchmesser kleiner sind als die Wellenlänge des Lichts was als unmöglich gegolten hatte. Wissenschaftler des Boston College zwängten grünes und rotes Licht, also mit Wellenlängen von ungefähr 540 und 700 Nanometern, durch eine 300 Nanometer dünne Leitung mehrere hundert Mal dünner als ein Haar. Dieses sogenannte Nanocoax-Kabel ist wie übliche Koaxialkabel für Fernsehantennen aufgebaut. Es könne auch Licht anderer Wellenlängen leiten, vermuten seine amerikanischen Erfinder. Sie hoffen, mit Hilfe der Leiterwinzlinge mikroskopisch kleine Lichtschalter für optoelektronische Chips oder auch hoch effiziente und kostengünstige Solarzellen entwickeln zu können. (Applied Physics Letters, 8. Januar 2007)