Nicht nur Alberto Moreira, brasilianischer Befreiungstheologe und Professor, wird dabei sein. In der Mensa der Technischen Universität Berlin wird sich an diesem Freitag alles treffen, was in der linken Szene Rang und Namen hat. Die zwölfte Rosa-Luxemburg-Konferenz steht unter dem Motto "Das geht anders united, unido, vereint". Und auch Arnaldo Ortegi, Chef der linken baskischen Partei Batasuna, möchte unbedingt ans Rednerpult treten, trotz eines vom Obersten Gerichtshof in Madrid verhängten Reiseverbots. Die Batasuna, in Frankreich legal, ist in Spanien verboten. Sie wird verdächtigt, ein Arm der Terrororganisation Eta zu sein, was bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Doch Ortegi gibt nicht auf und plant für den Fall der Fälle: "Denkbar wäre eine Videoschaltung vom Baskenland nach Berlin. Und wenn die staatliche Repression auch dieses nicht zulässt, dann schicke ich einen Brief aus dem Knast."