Wenn Prominente sich über Wissenschaft äußern, geht das schon einmal gründlich daneben. So berichtete Madonna, sie habe mit Forschern daran gearbeitet, radioaktive Strahlung zu neutralisieren. Klingt gut, geht aber nicht: Was strahlt, strahlt bis es zerfallen ist.

Jetzt können sich Stars endlich gegen solch unfreiwillige Zurschaustellung des eigenen Unwissens schützen. Die britische Organisation Sense about Science hat ein Merkblatt herausgegeben, das Prominente vor den gröbsten Fehlern bewahren soll. Die Gebrauchsanweisung für wissenschaftliche Aussagen enthält Warnungen wie diese: "ACHTUNG! Natürlich heißt nicht besser", "Ob etwas giftig ist, hängt von der Dosis ab" und "Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch". Das Informationsheft liegt in exklusiven Restaurants und Clubs aus sowie in den VIP-Lounges großer Flughäfen und Fußballstadien. Wer sich nach der Lektüre noch immer unsicher fühlt, kann per Telefon-Hotline Fachleute um einen Fakten-Check bitten.

Deutsche Stars dagegen müssen zunächst ohne wissenschaftlichen Rat auskommen, aber das kann ja noch werden: Vor dem Auftritt bei Beckmann oder Kerner schnell mal beim Promi-Expertentelefon der Max-Planck-Gesellschaft anrufen? Gar keine schlechte Idee.