Gähnen kühlt das Gehirn. Entgegen der gängigen Meinung hat das ansteckende, reflexartige Einatmen wohl nichts mit Sauerstoffmangel zu tun. Forscher der State University of New York vermuten vielmehr, dass es der Kühlung des Gehirns dient, wenn wir den Mund aufreißen, um lange ein- und kurz auszuatmen. Sie zeigten Versuchspersonen Videosequenzen von gähnenden Menschen, dabei fing jeder zweite Proband selbst an zu gähnen. Kühlende Nasenatmung oder ein Kältepack auf der Stirn eliminierten den Ansteckungseffekt kaum jemand musste noch gähnen. Wahrscheinlich ist Gähnen ein thermoregulativer Mechanismus, der die Leistungsfähigkeit des Gehirns sichert (Evolutionary Psychology, Bd. 5, S. 92).

Kleine Temperaturunterschiede reichen aus, um mit Hilfe organischer Moleküle Strom zu produzieren. Platziert man diese zwischen zwei Goldoberflächen und heizt eine der beiden Seiten auf, so entsteht eine Spannung von einigen Mikrovolt pro Grad Temperaturunterschied, berichten Forscher der University of California (Science Express, online). Damit ließe sich die Abwärme von Kraftwerken nutzen, um zusätzlichen Strom zu gewinnen, hoffen sie. Bisher seien solche thermoelektrischen Umwandler für einen breiten Einsatz zu teuer gewesen, weil sie exotische Metallverbindungen benötigten. Organische Moleküle könnten das jetzt ändern, da sie leicht und billig herzustellen seien.

Chirurgen, die häufig Videospiele spielen, operieren besser (Archives of Surgery, Bd. 142, S. 181). James Rosser vom New Yorker Beth Israel Medical Center hat 33 Chirurgen nach ihren Spielgewohnheiten befragt und sie auf ihre Geschicklichkeit getestet. Dann ließ er die Ärzte simulierte laparoskopische Eingriffe durchführen, minimalinvasive Operationen, bei denen der Operateur mit Hilfe einer kleinen Videokamera in die Bauchhöhle sieht. Die routinierten Spieler unter den Chirurgen operierten deutlich schneller und machten nur etwa halb so viele Fehler.

Umarmen statt streiten so gehen wild lebende Klammeraffen mit Aggressionen um. Wenn sich Untergruppen ein und derselben Affengemeinschaft nach längerer Zeit wiedertreffen, führt das zu Spannungen und Konflikten, die die Primaten durch gegenseitiges Umarmen abbauen (Biology Letters, online). Möglicherweise besteht eine Verbindung zwischen diesem Verhalten und der menschlichen Gewohnheit des Grüßens.