Ein tiefer Blick in die Augen verrät den Charakter. Mats Larsson und seine Kollegen von der Universität Oslo befragten 428 Menschen zu ihrer Persönlichkeit und untersuchten deren Augen. Danach sind Menschen mit linsenförmigen Verfärbungen auf der Iris besonders gefühlsbetont und empfindlich, während ringähnliche Strukturen eher auf Impulsivität hinweisen (Biological Psychology, Online).

Verantwortlich für diese Zusammenhänge könnten Gene sein, die das Muster der Iris und gleichzeitig persönlichkeitsrelevante Gehirnstrukturen bestimmen.

Rasterkraftmikroskope bestimmen nicht nur, wo ein Atom liegt, mit verbesserter Technik können sie jetzt auch die chemische Identität einzelner Atome erkennen (Nature, Bd. 446, S. 63). Ein japanisch-spanisch-tschechisches Forscherteam maß die chemischen Bindungskräfte, die zwischen ihrer Mikroskopsonde und der Probe auftraten. Dadurch konnten sie einzelne Silizium-, Zinn- und Bleiatome unterscheiden, obwohl sich diese Elemente chemisch ähneln und in den untersuchten Proben gleiche Plätze im Atomgitter einnahmen.

Schnecken sparen Energie, indem sie den Spuren von Artgenossen folgen und so selbst weniger Schleimsekret verbrauchen (Proceedings of the Royal Society B). Die Schleimbildung kostet die Tiere einen großen Teil ihrer Stoffwechselenergie. Je mehr sie davon einsparen, desto mehr Kraft bleibt für die Muskelkontraktionen beim eigentlichen Kriechen und desto schneller können sich die Schnecken fortbewegen.

Nahrungsergänzungsmittel mit Betacarotin, Vitamin A oder Vitamin B verkürzen womöglich das Leben, anstatt es zu verlängern. In einer Metastudie fanden Goran Bjelakovic vom Universitätsklinikum Kopenhagen und seine Kollegen Hinweise darauf, dass die Stoffe, die eigentlich als lebensverlängernde Antioxidantien gepriesen werden, das Sterblichkeitsrisiko im Schnitt um fünf Prozent erhöhen (Jama, 2007, S. 842). Möglicherweise, so vermuten die Forscher, greifen die Stoffe in wichtige Verteidigungsmechanismen des Körpers ein, wenn sie freie Radikale eliminieren.