Nehmen wir mal Hänsel und Gretel. Zwei verwahrloste Unterschichtskinder müssen sich ohne elterlichen Beistand etwas aus den Mülltonnen des deutschen Waldes klauben, um nicht zu verhungern.

Dabei fallen sie einer perversen Urschel in die Hände, deren Missbrauchsabsichten eindeutig sind. Märchenhaft ist daran nur, dass alles Unrecht durch einen rächenden Feuertod getilgt werden soll, doch das ist alles in allem auch nicht sehr appetitlich. Solcher Art sind dann die Geschichten, die in Kindergärten vorgelesen werden als Resultat eines gewaltigen pädagogischen Optimierungsprogramms für unsere Kleinen. Da kriegt man ja das Heulen.

Der Ausbau des Kinderbetreuungswesens muss außerdem schon deswegen gestoppt werden, weil sich die politische Auseinandersetzung darüber auf dem geistigen Niveau des bösen deutschen Volksmärchens vollzieht.

"Kastrierter Kater"? War der nicht gestiefelt? Ein Neonazi am Ende?

"Gebärmaschinen"? Deutschland eine Aktion Lebensborn, und dann noch kläglich erfolglos mit diesen Natalitätsraten?

Gut, dass der Staat mal richtig reinleuchtet in die deutsche Familie und sich zur Wahrheitsfindung sämtliche Kinder vorführen lässt. In Berlin kommen jetzt in den Schulen die Kopfläuse zurück. Bisher führen sie das Gesundheitsamt ganz schön an den Fühlern herum, aber die Kinder, wenn sie dem Amtsarzt vorgestellt werden, verfügen über genügend Deutschkenntnisse, um dem Doktor zu verraten, wo die Laus genau sitzt.

Wir wollen gar nicht wissen, was in Rapunzels Haar so herumkrabbelte, als sie, die Hospitalisierte, ihren Lover heraufhievte, um mit ihm ein uneheliches Kind zu zeugen.