Auftrag erfüllt. Projekt wird eingestampft. An diesem Donnerstag stoppt der Axel Springer Verlag nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit offenbar seine Bemühungen, eine neue Zeitschrift mit Millionenauflage auf den Markt zu bringen. Das verlautet zumindest aus Branchenkreisen.

Die Zeitschrift sollte Test-Bild heißen und war in den vergangenen Jahren der wohl beharrlichste Versuch des Verlags, ein großes Blatt in Deutschland zu etablieren. Doch zuletzt hieß es, es habe zu wenig Anzeigenkunden angesprochen. Auf der Suche nach einer Alternative hatten etwa 30 Redakteure versucht, aus der Vorarbeit eine Zeitschrift für aktuelle Infos, Lifestyle und Verbrauchertipps zu formen. Das geschah unter der journalistischen Leitung von Christoph Keese, Chefredakteur der Welt am Sonntag, und im Auftrag von Verlagsmanager Philip Welte, der erst im Januar vom Burda Verlag zu Springer gewechselt war. Doch Welte soll zuletzt keine realistische Chance mehr für einen wirtschaftlichen Erfolg gesehen haben.