Ja, das ist richtig, Frau Gaschke, und das freut mich: Plötzlich trauen sich die Frauen jede Aufgabe zu. Bis auf eine: Mutter werden und Mutter sein.

Brigitte Geck, Iserlohn

Leider bin ich nur ein Mann und daher disqualifiziert. Zu gerne würde ich sonst etwas zu der Gespensterdebatte von Iris Radisch über die Bürde der Frauen oder den Schwesternstreit schreiben.

Zu gerne würde ich sie auch nach Skandinavien einladen, um sich ein Bild von erfolgreicher Familien- und Frauenförderung zu machen. Hier wird schnell klar, was es in Deutschland als Nächstes brauchte: Nach dem guten ersten Schritt Elterngeld nun verlässliche Ganztagsbetreuung ab einem Jahr. Dann endlich hätte Frau die Freiheit der Wahl.

Skandinavien macht es deutlich: Gesetzliche Rahmenbedingungen fördern gesellschaftlichen Wandel. Ob Familien sich für Kinder oder spießerfreies Eppendorf sowie für Heimchen oder Jetset-Mutter entscheiden, wird dann Familiensache. Den Trend dieser komplexen Problemlösung kann man in Europa vielerorts begutachten.

Aber wohin nur will Iris Radisch mit ihrem Kampfgetümmel? Ihre zutreffenden, aber ziellosen Artikel helfen der Debatte nicht. Warten auf die Männer? Viel Spaß! Wo bleiben die konkreten Forderungen an die Gesellschaft?

Aber ich bin nur ein Mann, sag lieber nichts und hol jetzt meinen Kleinen aus der Kita ab. Eine Selbstverständlichkeit hier in Finnland.