Wie werden Kinder von Arbeitern und Einwanderern, Frauen, aber auch Männer in Schule, Uni und Berufsbildung benachteiligt – und wie lässt sich mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen? Darum geht es im diesjährigen Gutachten des Aktionsrats Bildung, das an diesem Donnerstag in München vorgelegt wird.

Dem Aktionsrat Bildung gehören führende deutsche Bildungswissenschaftler an, wie Wilfried Bos, Deutschland-Chef der internationalen Grundschulstudie Iglu, Manfred Prenzel, Koordinator der Pisa-Studie für Deutschland, Detlef Müller-Böling, Leiter des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und Ludger Wößmann, Bereichsleiter Humankapital und Innovation am ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut. Sprecher ist der Erziehungswissenschaftler und Präsident der Freien Universität Berlin, Dieter Lenzen (siehe Interview ).

Der Aktionsrat hat sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung des deutschen Bildungssystems zu analysieren, in einem jährlichen Bericht »ohne politische Rücksichtnahme« (Eigenwerbung) zu bewerten und Reformvorschläge zu machen.

Gegründet wurde der Aktionsrat Bildung 2005 auf Initiative des Unternehmers Randolf Rodenstock, des Präsidenten der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw).