In dem Werk, das seinen Namen durch die Zeiten trug, nannte er mit Stolz seinen Geburtsort, damals eine rege, multikulturelle Hafenstadt, heute ein beliebter Badeort. Obwohl er seine Herkunft aus einer alteingesessenen Familie betonte, fühlte er sich der dominierenden Kultur fremder Zuwanderer verbunden.

Mit seinem Onkel, einem Dichter in einer altmodisch gewordenen Gattung, unterstützte er einen Aufstand gegen den lokalen Gewaltherrscher. Der Onkel kam um, er selbst rettete sich auf neutrales Gebiet, kehrte aber zurück und beteiligte sich am endgültigen Sturz des Tyrannen.

Wenige Jahre danach tauchte der noch junge Mann in einer Stadt jenseits des Meeres auf, in der ein stürmischer Geist des Aufbruchs wehte. Er reüssierte als Unterhaltungskünstler; öffentlich und erfolgreich trug er aus einem neuartigen Werk vor. Darin rühmte er die heroische Vergangenheit dieses mittlerweile dünkelhaften und streitsüchtigen Gemeinwesens, das fast zwei Generationen zuvor einmütig, opferbereit und strategisch gewitzt einen übermächtigen Feind besiegt hatte.

Und er vergaß nicht, einer Frau aus seiner Heimat ein Denkmal zu setzen, hatte sie doch in der Entscheidungsschlacht mit ihren Einheiten so geschickt die Seiten gewechselt, dass er ihr entscheidenden Anteil am Sieg zusprach.

Obwohl er sich in ihrem Kreis bewegte, blieb sein Verhältnis zur zeitgenössischen intellektuellen und politischen Elite der Stadt wohl eher distanziert. Sonst wäre er vermutlich kaum in eine gerade gegründete Kolonie ausgewandert, die – mit den Worten eines späteren Chronisten – geschaffen wurde, "um die Stadt von einem Haufen arbeitsloser und deswegen unruhiger Elemente zu befreien". Tausend Kilometer von seinem Geburtsort entfernt, fand er eine neue Heimat und das Bürgerrecht, das ihm ein restriktives Ausländergesetz in der Metropole versagte.

Mehrere ausgedehnte Reisen hatten ihn zuvor in ferne Länder geführt, über deren Besonderheiten er detailreich berichtete. Allerdings sind trotz wertvoller Erkenntnisse Zweifel im Einzelnen angebracht, denn häufig entpuppten sich seine Angaben als wenig verlässlich.