Diese Frage habe ich auch schon mit umgekehrtem Vorzeichen gestellt bekommen: Die Frager wollten wissen, ob es richtig sei, dass die Blasen in den Pfützen einen besonders lang anhaltenden Regen ankündigen oder gar schlechtes Wetter für die nächsten Wochen.

Ändert der Regen vielleicht seine chemische Zusammensetzung, kurz bevor er aufhört? Das ist bestimmt nicht der Fall. Der Meteorologe Christian Brose vom Wetterdienst Meteomedia hat eine mögliche Erklärung, die dafür spricht, dass die Regenblasen tatsächlich von einem kurzen Guss künden: Damit sich die Blasen bilden, muss der Regen sehr stark sein.

Der schwere Niederschlag ist aber typisch für besonders starke Schauer, wie man sie zum Beispiel bei Gewittern oder auch beim Durchzug einer Kaltfront beobachten kann. Und die sind immer zeitlich und räumlich begrenzt – die Luft wird heftig bis in große Höhe emporgerissen, und ebenso heftig kommt das kondensierte Wasser als Blasen werfender Regen wieder herunter. Nach kurzer Zeit scheint dann häufig schon wieder die Sonne.

Anders verhält es sich beim sogenannten Landregen. Der tritt typischerweise dann auf, wenn eine Warmfront durchzieht. Dabei regnet es auch recht kräftig, aber längst nicht so stark wie bei einem Gewitterschauer. An einer Warmfront schiebt sich die Luft auf großer Fläche langsam auf kältere Luftschichten auf, sie wird auf diese Weise stetig angehoben und regnet genauso stetig wieder ab – ohne in den Pfützen Blasen zu bilden. Christoph Drösser

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