Meine persönlichen Visionen sind eher bescheidener Art, ich verspüre selbst nur wenig Antrieb, die Welt grundlegend verändern zu wollen. Aber ich bin fasziniert von Umstürzen und Umwälzungen, die rund um den Globus von Menschen initiiert werden.

Wenn ich genau hinsehe, kann ich überall Menschen entdecken, die von jeder Möglichkeit eines persönlichen Fortschritts abgekoppelt sind, die von ihrer Gesellschaft ignoriert werden. Vor meiner Türschwelle in London kann ich mich von menschlichem Leid genauso berühren lassen wie auf den Feldern von Angola oder auf dem Marktplatz in Kapstadt.

Als Schauspieler werde ich immer wieder aufs Neue eingeladen, leidenschaftlich in sehr unterschiedliche Biografien, Kulturen und Jahrhunderte einzutauchen ohne mir dabei jedoch mein eigenes Hemd versengen lassen zu müssen oder meine Existenz aufs Spiel zu setzen.

Ich kann es mir erlauben, die Tragik anderer Lebensläufe nachzuempfinden und im nächsten Moment in ein Auto zu steigen und wegzufahren. Ich führe ein sehr privilegiertes Leben.

Als jüngstes von sieben Geschwistern habe ich viel nur durch Beobachtung gelernt. Wir sind in meiner Kindheit ständig umgezogen.

Irgendwann hörte ich auf, die Schulen zu zählen, die ich besucht habe.

Ständig musste ich mich auf neuen Spielplätzen in neuen Gruppen zurechtzufinden. So habe ich immerhin gelernt, mich schnell auf verschiedenste Menschen einzustellen.