Berlin
Karl-Heinz Schmick darf wieder unterrichten. Sechseinhalb Jahre lang war der Berliner Studienrat von der Bildungsverwaltung bei vollem Gehalt suspendiert. Als "Nazi-Lehrer" hatte er Schlagzeilen gemacht, als Antisemit und als Volksverhetzer. Seit ein paar Tagen hat es der 58-Jährige schwarz auf weiß, dass er "kein Rechtsextremist" ist, und im Lichte dieses Urteils des Oberverwaltungsgerichts kommt man nicht umhin, den Geschichtslehrer das Opfer eines Berufsverbotes zu nennen.
Karl-Heinz Schmick war nie Schülers Liebling. Er ist ein skurriler Pauker, der in seiner Freizeit Pamphlete gegen die umstrittene Wehrmachtsausstellung schrieb. Er ist ein Rechter und ein Rechthaber, der zum falschen Zeitpunkt auf übereifrige Gutmenschen traf.