Auch wenn sie ratlos dreinblickt, diese Würfelqualle weiß, wo es langgeht. Muss sie auch, denn die Cubomedusae, so lautet der Name ihrer Ordnung, schwimmen aktiver und gezielter als andere Quallen, die sich lieber treiben lassen. Um nicht anzuecken, haben sie 24 Augen zur Verfügung , von denen jeweils sechs zusammen einen der markanten, schwarzen, auf dem Bild sichtbaren Punkte bilden. © Foto: Dr. Anders Garm BILD

In jedem dieser Punkte lassen sich vier Augentypen unterscheiden – je zwei becher- und schlitzförmige Augen sowie das obere und untere Linsenauge. Nur eines (das untere Linsenauge) verwendet das Tier zum Navigieren, wie Forscher der schwedischen Lund-Universität herausgefunden haben.

Die abgebildete Tripedalia cystophora kann besonders gut sehen und ausweichen. Im Test schlug die karibische Qualle ihre Verwandte Chiropsella bronzie aus Australien in der Reaktion auf Hindernisse deutlich. Tripedalia hat allerdings einen Trainingsvorteil. Sie lebt zwischen Mangrovenwurzeln , die ihre Scharfsicht hart auf die Probe stellen. Chiropsella dagegen bekommt es mit Baumstämmen und Felsen zu tun. Die Buntheit ihrer Umgebung bleibt allerdings beiden Quallen verborgen. Vermutlich sind sie farbenblind.