Der enorme Anstieg der Ölpreise hat den Opec-Staaten einen Geldregen beschert: Ihre Einnahmen stiegen von fast 200 Milliarden Dollar im Jahr 2002 auf knapp 500 Milliarden Dollar 2005. Von dem Anstieg profitierten aber nicht nur die Ölscheichs, sondern auch die europäischen Exporteure. Wie die Europäische Zentralbank in ihrem neuen Monatsbericht schreibt, führten die erdölexportierenden Länder im gleichen Zeitraum Jahr für Jahr 16 Prozent mehr Güter aus der Euro-Zone ein. Volkswirtschaftlich gesehen, war es dennoch kein gutes Geschäft für die Europäer. Die Verluste durch das teurere Öl wurden durch die Exporterfolge nicht vollständig kompensiert. BILD